Preisindizes
Das Statistische Bundesamt ermittelt regelmäßig die Preisentwicklung für die wichtigsten Gütermärkte. Die Ergebnisse werden in der Regel in Form von Messzahlen bzw. Indizes veröffentlicht, um alle Preisänderungen auszuschalten, die auf Qualitätsveränderungen oder auf Änderungen der Lieferungs- und Zahlungsbedingungen o.ä. zurückzuführen sind.
Es gibt Preisindizes u.a. für die Land- und Forstwirtschaft, für das produzierende Gewerbe und für den Groß- und Einzelhandel, ferner für Bauwerke und Bauland sowie für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte.
Zu den Indizes im Einzelnen:
Verbraucherpreise
Aus Sicht der privaten Endverbraucher ist der Verbraucherpreisindex ein besonders wichtiger Bestandteil des preisstatistischen Berichtssystems. Er ist letztlich ein Maßstab für alle Preisveränderungen, von denen die privaten Haushalte unmittelbar betroffen sind. Aufgrund seiner großen Bedeutung wird er oft als Maßstab für die allgemeine Inflation verwendet und auch zur Indizierung von Mietverträgen genutzt. Alle Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte gehen mit ihrer jeweiligen Verbrauchsbedeutung in diesen Index ein: Käufe des täglichen Bedarfs (z.B. Lebensmittel oder Bekleidung), Miete, Käufe von langlebigen Gebrauchsgütern (z.B. Kraftfahrzeuge oder Kühlschränke), Käufe von Dienstleistungen. Der umfassendste Verbraucherpreisindex ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland.
Einzelhandelspreise
Aus insgesamt 530 Preisreihen der Verbraucherpreisstatistik ermittelt das Statistische Bundesamt den Index der Einzelhandelspreise. Dieser Index ist ein Verkaufspreisindex, in den ausschließlich verkaufte Waren, nicht jedoch Dienstleistungen eingehen. Seit Einführung der Basis 1991=100 veröffentlicht das Statistische Bundesamt den Index der Einzelhandelspreise für Deutschland insgesamt.
Erzeugerpreise
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz) misst auf repräsentativer Grundlage die Entwicklung der Preise für die vom Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe sowie der Energie- und Wasserwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland (Gebietsstand ab 3.10.1990) hergestellten und abgesetzten Erzeugnisse. Die Bezugsgröße des Gesamtindex ist die Summe aller gewerblichen Inlandsumsätze im Basisjahr (gegenwärtig: 2000). Damit werden also sowohl der Absatz industrieller Güter an inländische Abnehmer anderer Wirtschaftsstufen als auch die Umsätze zwischen den gewerblichen Unternehmen preisstatistisch berücksichtigt.


